Zusatztechnologien

In manchen Situationen können neben Hörgeräten auch andere technische Hilfsmittel sinnvoll sein. Ein gutes Beispiel für eine Situation, in der ein spezielles Zubehörprodukt das Hörgerät sinnvoll unterstützt, ist es, wenn Sie den Ton Ihres Fernsehers quer durch den Raum hören möchten. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

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Hörersysteme für Fernsehen, Radio, Stereoanlage usw.

Für einen Störgeräuschfreien Genuss von Fernsehsendungen, Radioprogrammen oder CDs bieten sich spezielle Hörersysteme an, die über die üblichen Audioausgänge von HiFi-Geräten angeschlossen werden können. Allen diesen Geräten ist gemeinsam, dass sie die Audio-Signale direkt per Kabel vom jeweiligen HiFi-Gerät bekommen und sie dann an die Ohren des Nutzers weitergeben. Störender Schall aus der Umgebung wird so ausgeblendet. Wie genau das Audio-Signal zu den Ohren des Nutzers oder der Nutzerin kommt, kann aber sehr unterschiedlich sein.

Falls Sie ein Hörgerät mit öffnet ein neues Fenster  → T-Einstellung haben, dann können Sie spezielle Induktions-Kopfhörer benutzen, bei denen kleine Bügel hinter die Ohren gehängt werden, die dann das Audio-Signal mittels öffnet ein neues Fenster  → Induktion auf das Hörgerät übertragen. Anstelle von Bügeln für die Ohren können auch Schlingen verwendet werden, die man um den Hals hängen kann.

Falls man lieber ohne Induktion oder sogar ohne Hörgeräte fernsehen bzw. Musik hören möchte, dann kann man auch Funk- oder Infrarot-Kopfhörer benutzen, die das Signal mittels drahtloser Übertragung von einem Sender empfangen. Es gibt solche Kopfhörer, die speziell für Schwerhörige geeignet sind.

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Induktionsanlagen

Hörgerätenutzer, deren Hörgerät auf induktiven Empfang gestellt werden kann (öffnet ein neues Fenster  → T-Einstellung), haben die Möglichkeit, sich Induktionsanlagen für zu Hause zu installieren. Eine solche Induktionsanlage kann direkt mit Fernseher, Stereoanlage usw. verbunden werden. An die Induktionsanlage wird ein längeres Kabel angeschlossen, das als Sendeantenne dient und zum Beispiel in einem bestimmten Bereich wie dem Sofa oder einem Teil eines Raumes induktiven Empfang ermöglicht. In diesem Fall kann man mit seinen Hörgeräten immer Störgeräuschfreie Audiosignale empfangen, ohne ein Kopfhörerkabel anschließen zu müssen. Man muss nur das Hörgerät auf T-Einstellung schalten.

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Zubehör für Induktionsanlagen

Für Induktionsanlagen gibt es auch zusätzliches Zubehör. Zum Beispiel kann man spezielle Kopfhörer erwerben, die das Induktionssignal empfangen können und es somit auch für Menschen ohne Hörgerät nutzbar machen. Sie können dann beispielsweise zusammen mit Familienmitgliedern fernsehen, ohne dass die Nachbarn davon etwas hören können. Eine andere nützliche Erweiterung für eine Induktionsanlage kann ein Ringschleifenkissen sein. In einem solchen Kissen befindet sich eine Ringschleife, die an die Induktionsanlage angeschlossen wird und somit direkt vom Kissen aus die Induktiven Signale aussendet. So kann man als Hörgeräteträger immer dort die Signale aussenden, wo man sich hinsetzt.

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Infrarot- und Funk-Systeme

Auch per Infrarot- und Funk-Übertragung lassen sich Audiosignale von Fernseher oder Stereoanlage an einen Kopfhörer, eine um den Hals getragene Ringschleife oder einen so genannten Audioschuh für Hörgeräte übertragen. Dabei wird ein (Infrarot- oder Funk-) Sender an den Fernseher oder die Stereoanlage angeschlossen. Als Empfänger dient ein Gerät, das die Hörgeräteträgerin oder der Hörgeräteträger direkt am Körper trägt. Dieses Gerät ist entweder ein Kopfhörer, der das Audiosignal direkt an die Ohren weitergibt oder ein Ringschleifengerät, das um den Hals getragen wird und die empfangenen Signale per Induktion an die Hörgeräte weitergibt oder aber ein Empfänger, der per Audioschuh (das heißt im Grunde per Kabel) an das Hörgerät angeschlossen ist.

Anstatt den Sender an ein Gerät wie Fernseher oder Stereoanlage anzuschließen, kann man auch ein spezielles Mikrofon als Sender benutzen. Dieses Mikrofon kann man zum Beispiel einem Sprecher in einem Seminar oder der Lehrerin in der Schule geben, damit man diese spezielle Person besonders gut hören kann.

Insbesondere bei Infrarot-Geräten muss man sich bewusst sein, dass die Infrarotverbindung nur bei direktem Sichtkontakt zum Sender funktioniert (wie die Fernbedienung eines handelsüblichen Fernsehers). Falls man einmal den Empfänger in eine andere Richtung dreht, kann das Audiosignal unterbrochen werden. Diese Probleme gibt es bei Funkanlagen nicht.

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Kopfhörer

Es gibt verschiedene Kopfhörersysteme für Schwerhörige, die in unterschiedlichen Situationen besser oder schlechter geeignet sind:

  • Induktions-Kopfhörer oder Induktionsschlingen geben das Audiosignal, das sie per Kabel erhalten, über Induktion an ein Hörgerät weiter, das auf T-Einstellung geschaltet ist.
  • Funk- und Infrarot-Induktionsschlingen nehmen ein Audiosignal drahtlos auf und geben es per Induktion an Hörgeräte weiter.
  • Funk- oder Infrarot-Kopfhörer bekommen Audiosignale drahtlos eingespeist. Man hört die Signale dann direkt aus den Kopfhörern, das heißt also ohne Hörgerät.

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