Knochenverankerte Hörgeräte (BAHA®)

Ein BAHA-Gerät. Mit freundlicher Genehmigung der Cochlear GmbH Hannover.Die Abkürzung BAHA® steht für Bone Anchored Hearing Aid (englisch für knochenverankertes Hörgerät). BAHA®-Geräte sind eine Art von  Knochenleitungsgeräten, bei denen es ein permanentes Titanimplantat gibt, das bei einer Operation in das Schläfenbein (genauer den Mastoidknochen) hinter dem Ohr eingesetzt wird. Mittels einer Schnappverbindung wird das eigentliche Hörgerät mit diesem Implantat verbunden. Dieses Hörgerät enthält einen kleinen Schallprozessor, der eingehenden Schall in Vibrationen umwandelt. Das Hörgerät vibriert also und überträgt den Schall so direkt über den Mastoidknochen an die Hörschnecke. Außen- und Mittelohr werden dabei umgangen.

Ein BAHA®-Gerät ist nicht für jede Person geeignet. Empfohlen wird es gewöhnlich in den folgenden Fällen:

  • Bei Fehlbildungen des Mittelohrs, des Außenohrs oder von äußeren Teilen des Ohrs, aufgrund derer das Tragen eines herkömmlichen Hörgeräts unmöglich ist.
  • Bei chronischen Ohrinfektionen oder Entzündungen, aufgrund derer das Tragen eines herkömmlichen Hörgeräts eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.
  • Bei einer beidohrigen Schwerhörigkeit, die nicht operiert werden kann und für die herkömmliche Hörgeräte nicht geeignet sind.
  • Falls Schall gut über Knochenleitung gehört werden können (dies wird in der Voruntersuchung für ein BAHA®-Gerät getestet).
  • Falls 60% oder mehr der Sprache bei einem Standard-Test mittels Knochenleitung verstanden werden können.
  • Falls der Bereich um die Titanverankerung entweder allein oder mit Hilfe anderer sauber gehalten werden kann.