Hörverlustgrade

Ein Audiogramm stellt den Hörverlust für verschiedene Frequenzen darDer Hörverlust für verschiedene Tonhöhen wird in Dezibel (dB) gemessen. Normalerweise benutzt man dazu 5-dB-Schritte auf einem Audiometer. Der Pegel des leisesten Tons, den eine bestimmte Person hören kann, wird als Hörschwelle bezeichnet. Diese Hörschwelle wird meistens relativ zur Hörschwelle Normalhörender angegeben und ist für verschiedene Frequenzen meist unterschiedlich.

Anstatt einen Hörverlust in Dezibel anzugeben (was die genauere Methode ist), wird manchmal auch eine grobe Einteilung des Hörverlusts in verschiedene Hörverlustgrade vorgenommen. Diese Einteilung ist zu einem gewissen Grade willkürlich. Daher gibt es hierfür auch verschiedene Definitionen. Eine der möglichen Definitionen ist im folgenden aufgeführt. Sie richtet sich nach der Hörschwelle bei Frequenzen von 500 Hz bis 4000 Hz.

  • Normalhörend (Hörschwelle bei 0 dB – 20 dB)
  • Geringgradige Schwerhörigkeit (Hörschwelle bei 20 dB – 40 dB)
  • Mittelgradige Schwerhörigkeit (Hörschwelle bei 40 dB - 55 dB)
  • Hochgradige Schwerhörigkeit (Hörschwelle bei 55 dB - 70 dB)
  • Höchstgradige Schwerhörigkeit (Hörschwelle bei 70 dB – 90 dB)
  • Taub oder an Taubheit grenzend (Hörschwelle über 90 dB)

Die Hörschwellenwerte einer Person können sich für verschiedene Frequenzen (Tonhöhen) sehr stark unterscheiden.