Barrierefreie Webseiten (e-Accessibility)

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat zusammen mit anderen Gruppen wie IETF und OASIS Technologien eingeführt, mit denen Web-basierte Inhalte erzeugt und interpretiert werden können. Diese Technologien (Web-Standards) wurden sorgfältig entworfen, um den größtmöglichen Nutzen für eine möglichst große Anzahl von Internet-Nutzerinnen und Nutzern zu bieten, während zugleich die langfristige Nutzbarkeit jedes im Web publizierten Dokuments gewährleistet ist. Durch das neue Mobile Web mit seiner Vielfalt von Klientenanwendungen und die Komplexität aktueller Webportale haben dazu geführt, dass die Industrie auf die Vorzüge des Einhaltens von Web-Standards aufmerksam geworden ist.

Um Menschen mit besonderen Anforderungen zu unterstützen, gibt es Richtlinien zur Barrierefreiheit im Internet in vielen EU-Ländern, in den USA, Kanada und Australien mit unterschiedlichen Anforderungen für den öffentlichen und den privaten Sektor. Barrierefreiheit im Internet bedeutet, dass:

“... Menschen mit Behinderungen das Internet nutzen können. Genauer gesagt bedeutet Barrierefreiheit im Web, dass Menschen mit Behinderungen das Web wahrnehmen, verstehen und navigieren können und mit dem Web interagieren und dazu beitragen können. Barrierefreiheit im Web bringt auch für andere Nutzen, zum Beispiel älteren Menschen.”

Obwohl die Vorteile barrierefreier Webgestaltung bezogen auf Verbesserungen der Bedienbarkeit für breite Bevölkerungsschichten noch viel weiter gehen (zum Beispiel, wenn man das Internet unter erschwerten Bedingungen wie beim Autofahren benutzen muss) und nicht nur für Menschen mit besonderen Anforderungen gedacht sind, sehen einige Teile der Industrie immer noch e-Accessibility als eine Belastung an, der sie nachkommen müssen oder als eine "a posteriori"-Angelegenheit, bei der externes Expertenwissen und ein langwieriger manueller Prozess nötig sind. Diese Sichtweise besteht wegen der großen Einschränkungen vorhandener Evaluationswerkzeuge für Barrierefreiheit. Diese sind meist darauf beschränkt, einzelne Web-Ressourcen oder Teile davon zu testen, so dass sie nicht für eine Produktionsumgebung geeignet sind.

Im HearCom-Projekt erstellen wir einen Nachweis für die Machbarkeit, indem hochmoderne Qualitätssicherungs- und Standardkonformitäts-Werkzeuge wie imergo® [Fraunhofer FIT] natürlich in den Arbeitsprozess eines dem Stand der Technik entsprechenden Open Source Content-Management-Systems wie dem HearCom-Portal integriert werden, das auf Apache Lenya basiert.

Informationen über die Gestaltung barrierefreier Webseiten